Ende April, um genau zu sein der 28te, wurde z.B. das SP3 für Windows XP zum Download freigegeben. Am 30.04.2008 wurde es jedoch gestoppt, mit der dubiosen Begründung, es käme zu Inkompatibilitäten. Einen bitteren Beigeschmack gibt es jedoch bei der Sache: "Microsoft stellt Ermittlern forensisches Tool zur Verfügung" . Als hätte ich z.B. nicht schon ähnliche Gedanken geäußert, das sowas passieren würde.
Das MS - 'Sicherheitstool' Computer Online Forensic Evidence Extractor, kurz COFEE, "enthält 150 Programmbefehle, mit denen automatisch Kennworte entschlüsselt, Daten auf der Festplatte gefunden oder das Internetverhalten des Benutzers analysiert werden können. Damit soll die Zeit entscheidend verkürzt werden, die notwendig ist, um digitale Beweise in einem Computer zu finden und zu sichern. Wozu ein Experte ansonsten mehrere Stunden benötigt, würde COFEE, den man lediglich in den USB-Port stecken muss, nun in 20 Minuten erledigen. Zudem kann der Polizist gleich vor Ort den Computer durchsuchen, so dass er nicht mehr beschlagnahmt und ins Labor mitgenommen werden muss."
Hier sollte sich mittlerweile wirklich jeder überlegen, ob man sich bei seinem Computer auf Microsoft verläßt und nicht eher zu einem offenem Betriebssystem greift, wie z.B. Linux. Jemand der nur allgemeine Büro - Arbeiten erledigt und im Internet surft, wäre damit eigentlich auch besser bedient.
Ich finde es auf jeden Fall extrem krass, dass Microsoft hier eingesteht, dass das System nicht so sicher wie möglich ist, sondern Backdoors vorhanden sind, man hat in dem oben zitierten Beitrag nämlich auch keine Hehl drausgemacht, mit dem Verkauf spezieller Produkte an Sicherheitsbehörden ordentlich Geld zu machen. Und so wie ich MS kenne wird es nicht bei den eigenen Betriebssystemen bleiben. ("Microsoft will auch bei der Linux-Verwaltung helfen")