Saturday, 20. June 2009
Der Mythos vom Internet als rechtsfreien Raum
Vor Kurzem hatte ich nach einem Posting bei Netzpolitik.org eine Kolumne der Frankfurter Rundschau gelesen. Dieser dortige Artikel triefte meiner Ansicht nach dermaßen mit Demagogie, dass es kaum der Rede Wert war, Diesen zu kommentieren. Der hier schreibende Politikprofessor Herfried Münkler hat zwar versucht mit wissenschaftlichen Begriffen eine Kompetenz vorzuweisen, die er aber imho für den Bereich Internet nicht wirklich inne hatte. Herr Prof. Münkler versucht seinen Lesern einzureden, das Internet sei ein rechtsfrauer Raum regiert von kommunistischen oder sogar anarchichistischen Kleimkriminellen getarnt als Netzaktivisten wenn nicht sogar einfach nur kriminelle Geschäftemacher.
"Der Mythos vom Internet als rechtsfreien Raum" vollständig lesenMonday, 16. February 2009
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Bei Emotionalen Themen, muss es einfach schneller gehen
Thursday, 10. July 2008
Deutscher Neusprech - Tag
Hiermit erkläre ich diesen Tag zum Offiziellen deutschen Neusprech - Tag.
„Neusprech“ bezeichnet die vom herrschenden Regime vorgeschriebene, künstlich ver änderte Sprache. Das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation der Bevölkerung in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken. Damit sollen sogenannte Gedankenverbrechen unmöglich werden. Durch die neue Sprache bzw. Sprachregelung soll die Bevölkerung so manipuliert werden, dass sie nicht einmal an Aufstand denken kann, weil ihr die Worte dazu fehlen.
Von daher möchte ich einige Beispiele aus der Druckvorlage des Neusprech - Diktion ärs vorstellen:
Wolfgang Schäuble über die Informationsgesellschaft
Wir brauchen also Selbstbeschränkung. Ein Zuviel an Information kann zu Fehleinsch ätzungen, Überforderung und Desorientierung führen.[...] Auch im digitalen Zeitalter bleiben die Sicherheitsbehörden auf Informationen angewiesen. Sie brauchen klar definierte rechtliche Befugnisse, moderne technische Infrastrukturen und automatisierte Verfahren der Informationsauswertung und des Informationsaustauschs. Anders kann der Staat eine seiner Kernaufgaben: Sicherheit zu gew ährleisten, nicht erfüllen.
Herr Schäuble, wie stünde es z.B. mal mit einem zentralen Register für Schusswaffen, damit man zu einer Tatwaffe schneller den T äter ermitteln kann? Von wegen innere Sicherheit! Unnütze Idee oder? Lieber die Vorratsdatenspeicherung!
Nicht Datenaustausch sondern Datenschutz
Die Bundestagsabgeordnete Gisela Piltz der FDP fragt bei der Bundesregierung nach einem Abkommen zum Datenaustausch der EU mit den USA, welches den Datenaustausch "zwischen" den L ändern regelt und dem FBI z.B. Einblick in Vorratsdaten und Kreditkartennutzung gew ährt. Die Bundesregierung aber jedoch stellt sich unwissend, zus ätzlich seien entsprechende Pressemeldungen zum Teil falsch, denn man würde ein gemeinsames Datenschutzabkommen beschließen.
Atom - Strom ist saubere und sichere Energie
Auf dem G8 - Gipfel in Japan wurde "für" den Atom - Strom Presse gemacht, dieser sei saubere und sichere Energie und würde im Kampf um die Klimaerw ärmung helfen. Ein Ablehnen von dieser Stromgewinnung w äre eine Probe für die Ernsthaftigkeit. Frau Merkel, als Chefin der deutschen Regierung, stellte zwar klar, dass sie prinzipiell dafür sei, aber an einen Koalitionsvertrag gebunden sei und man dann doch eher in andere Energien investieren solle. Die Zeitungen waren heute morgen voll damit!
Wie gut, dass gestern 360 KiloGramm radioaktives Uran in Frankreich ausgetreten sind und zwei Flüsse vereucht haben. Strahlend weiß sauber. Vielleicht kriegen wir solche Nachrichten gar nicht mehr zu Gesicht, wenn wie in Rum änien versucht werden würde, schlechte Nachrichten zu verbieten.
Telekom sieht Terrorgefahr in "anonymen" Handy - Karten
Die Telekom hat in letzter Zeit über einen Spitzelskandal von sich reden gemacht und stand anscheinend auch mit der Pressefreheit auf Kriegsfuß. Zwei Dinge die uns vom Grundgesetz garantiert werden. Genau diese Firma mahnt einen kleinen Anbieter von SIM - Karten ab, der diese ohne Registrierung / Änderung der bereits angemeldeten Daten weiter verkauft.
… durch die Ver äußerung “anonymer SIM-Karten” missbr äuchliches Verhalten, von bel ästigenden Telefonanrufen bis hin zur Vorbereitung terroristischer Handlungen, gefördert wird, wenn die Nutzer der SIM-Karten “anonym” bleiben.
Thursday, 3. July 2008
Gewaltiger Nachholfbedarf
Den aktuellen Informationsschwall zu verarbeiten und euch reduziert und in Verbindung mit anderen Themen darzubieten ist irgendwie eine Lebensaufgabe. Es scheint für mich nahezu unmöglich alle Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten, die abseits der Massenmedien von der Politik in die Welt geblasen werden. Dass würde ich nur schaffen wenn ich arbeitslos wäre. Manch einer mag hier sagen, dass der gemeinsame Kampf für das Gemeinwohl das höhere Ziel sein sollte, doch mich vom Staat noch mehr abhängig zu machen, wäre eher kontraproduktiv! Zumal die politische Recherche wirklich ankotzen kann und die Laune ganz schön vermiest.
Ich möchte dazu die letzte Sendung "hartaberfair" als Beispiel anführen. Das Thema der Sendung war Folgendes: „Tanken, Heizen, Fliegen: Kostet uns der ölpreis den Wohlstand?". Anwesend war Frau Bärbel Höhn, Ronald Pofalla, Christian Wolff, Prof. Utz Claassen, Klaus Picard.
Es gab im Großen und Ganzen drei Topics, wo mir die Hutschnur geplatzt ist und ich das Publikum der Sendnung da nicht verstehen kann, aufzuspringen und laut aufzuschreien:
Die Sendung verglich die gesetzlich geregelte Beimischung von Bioethanol mit Weißbrotmengen und bezog sich auf einen ethischen Konflikt, dass wir die Nahrungsmittel Anderer mit dem Gaspedal zerstören und die Energiebilanz mit Bioethanol auch noch schlechter sein kann. Frau Höhn bestätigte dies, tat das Thema dann aber mit den Worten ab " ... deswegen rede ich ja auch von Biogas.", und machte mit Ihren Ausführungen zum Biogas weiter. Da muss ich mich fragen, ist es Biogas, welches wir tanken müssen? NEIN!
Herr Picard als "der Haupt-Geschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes" stellt genau im Anschluss daran fest, dass dieser Konflikt jetzt schon auftrete, weil die aktuell gesetzlich - vorgeschriebene Beimischmenge von Bioethanol nicht durch heimische und zertifizierte Anbauten gedeckt werden kann. Daraufhin wird der CDU - Politiker Profalla, der das Gesetz dazu mitbeschlossen hat, gefragt, was die Politik machen würde, wenn so ein Fehler aufgedeckt würde.
Darauf entgegnet er, kurz zusammengefasst, "darum erhöhen wir nicht wie geplant die Beimischmenge um das Doppelte". Was für ein Argument, er gesteht damit den Fehler ein und bestätigt im selben Atemzug, dass es der Politik egal ist, dass bereits der erste Vorstoß Mist war. Vergisst dabei direkt noch zu erwähnen, dass die Verdoppelung der Beimischmenge nicht aus ethischen Gründen gecancelt wurde, sondern weil sich nicht eben 3 Milionen Autos neukaufen lassen. Denn diese 3 Millionen Autos würden mit dem neuen Sprit nicht mehr fahren können.
Ganz nebenbei gab er noch zur Kenntnis, dass er auf sein großes Dienstauto nicht verzichten würde. Nach dieser Bemerkung wurden Leserfragen vorgestellt, eine unter diesen lautete wie folgt:
"Warum gehen Politiker nicht mit Gutem Beispiel voran und verzichten bei Dienstautos auf Spritschleudern?"
Frau Höhn antwortete recht sinnvoll, Prof. Utz Claassen erwiederte aber, man dürfe nicht auf diese populistische Forderung eingehen, denn wenn man aufhören würde, diese dicken und protizgen Autos zu bauen und zu nutzen, würde Deutschland die technologische Vorbildstellung verlieren. Das ich nicht lache, bei der Formel1 - Motorentechnik sieht man, wie man die Effizienz eines Motors auf das Maximum steigern kann, im Privatbereich, fährt man aber seit ca. 20 Jahren auf dem selben Spritverbrauchslevel. Herr Prof. Utz Claassen, Spritschleudern zu bauen, hat nichts mit technologischem Fortschritt zu tun!
Aber nun gut, nicht nur im TV lassen sich miese Geschichten finden:
Bundesverfassungsgericht: Effekt des negativen Stimmgewichts verfassungswidrig
Aufgrund der Entscheidung das manch ein Mandat verfassungswidrig entstanden ist, musste darüber nachgedacht werden, den Bundestag aufzulösen.
Wenn die Politiker-Gattin den Rechner hochfährt
Ein weiterer Politike, der für die totale überwachung des Internets ist, gesteht: Um Computer und Internet kümmert sich meine Frau
Zypries: Renaissance des Datenschutzes
Frau Zypries lobt zwar das neu entstandene Datenschutzbewußtsein rund um den AK - Vorrat, hält Bedenken bei der Vorratsdatenspeicherung aber für nichtig und für unklug dieses Bewußtsein und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung als Grundrecht niederzuschreiben. Zusätzlich dazu sieht sie keine Chance, dass solch ein grundgesetzkonformer Vorschlag den Bundestag passiert, stattdessen müssen die geheime Online - Durchsuchung umgesetzt werden!
Grobkonzept des elektronischen Personalausweises steht
120 Seiten Konzeptpapier mit Speicherchip und PKZ, ähm, elektronischer ID die auch zur Alterverifikation im Internet genutzt werden soll ![]()
SPD will der Union bei der Datenschutznovelle Dampf machen
Doppeldenk und Neusprech bei führenden Politikern die mit Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung, eGK, eID, Zentralregister, geheime Videoüberwachung Datenschutz und Bürgerrechte vernichten!
Deutschland solle nicht nur die besten Kraftwerke, Industrieanlagen und Autos weltweit haben, sondern auch Weltmeister beim Datenschutz werden. Dies sei wirtschaftlich gesehen gut für den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen.
Zugleich räumte der Fraktionssprecher selbstkritisch ein: "Datenschutz ist kein Schwerpunkt der großen Koalition." Die schon falsche Weichensstellung in der Koalitionsvereinbarung werde man vor den Bundestagswahlen wohl nicht mehr ganz korrigieren können. Dazu müsste es die SPD auch erst hinbekommen, aus dem oft "viel zu bürokratisch daherkommenden Datenschutz" ein "begeisterndes Projekt" zu machen, das die Qualität der Bürgerrechte und des Lebens steigere. Zumindest der überarbeitete Referentenentwurf zur änderung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) für die Regulierung von Auskunfteien und Anbietern von Scoring für die Bonitätsprüfung sei aber nicht mehr umstritten. Das Gesetzgebungsverfahren könne in den nächsten Monaten noch über die Bühne gehen.
Bayerischer Landtag setzt den "Bayerntrojaner" frei
Während in großen Teilen der Politik angekommen ist, dass sich sowohl im BVerfG als auch in der informierten Bevölkerung großer Protest gegen die allumfassenden überwachungsmaßnahmen breit macht, auch unter Berücksichtigung der fehlenden Kompetenz mancher Politiker, und die Tendenz der Gerichtssprechung dahin geht, solche Vorhaben für Verfassungsfeindlich zu erklären, prescht Bayern einfach schon mal vor! Hinterrücks ist bei der Bundesregierung ein Datenschutzverbrechen anscheinend immer noch so unwichtig, dass man auf EU - Ebene über noch krassere Methoden nachdenkt und sie höchstwahrscheinlich einfach durchwinkt! Ganz vergessen wird anscheinend von Bayern und vielen EU - Abgeordneten jedoch, dass auch EU weit diese Vorhaben kritisch zur Debatte stehen und dagegen bei dem höchsten europäischen Gericht geklagt wird. Ein ehemaliger deutscher Verfassungrichtiger hat schon vor längerer Zeit eine Rüge für dieses Thema ausgesprochen!
Innenministerium: Erster erfolgreicher Datenabgleich von DNA-Daten oder anders: staatliches Peer 2 Peer bei hochsensiblen Daten
Und wohin dies führt zeigt Folgendes Beispiel, private Unternehmen halten die Hand auf und durchleuchten Millionen Ihrer Kunden, wer was verzapft haben könnte. Mit dem möglichen Ergebnis, dass die Polizei wegen einem geringen und vielleicht falschen Anfangsverdacht die Privatssphäre mit einer Wohnungsdurchsuchung komplett zerstört!
Ach wie gut das Niemand weiß, dass diese Industrien trotz Hiobs - Botschaften Milliarden verdienen!
Thursday, 3. July 2008
Zwangsabgaben gegen Demokratie
Warum kann ich dann kein Kindergeld beantragen?
Ich hab zwar keine Kinder, aber das Gerät dazu ist ja vorhanden...
Als ich die gestrige News dann gelesen hatte und im Anschluss noch eine desinformative Sendung "hartaberfair" sah (desinformativ weil an Fragen und Kritik imho mit schlechten und durchaus falschen Argumenten vorbei geredet wurde) überkam mich das Gefühl doch auch mal einen "offenen Brief" an Politiker zu schreiben, nun ist zwar die Frage, welche Zeitung sich mit einer Milliardenschweren Medienindustrie anlegen würde, doch Chris ist mir in seinem Blog zuvor gekommen:
Wir kennen die EU: In verrauchten Hinterzimmer werden EU-Abgeordnete dafür bezahlt, die Regierungen Europas zu unterwandern und Gesetze gegen die Menschen, gegen die Demokratien, gegen das Miteinander zu verabschieden. Bis heute war noch jedes Online-Gesetz ein Anschlag auf die Presse- und Meinungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger. Die EU verkauft die Menschen meistbietend - man muss nicht extra drauf hinweisen, dass sich die Contentindustrie in Brüssel sehr heimisch fühlt. Der neueste Sargnagel für die Demokratien in Europa, die Axt an der Presse- und Meinungsfreiheit, soll am 07. Juli verabschiedet werden. Das Ziel: Die totale Online-Überwachung. Der französische Vorschlag, bei wiederholten Urheberrechtsverletzungen, die Online-Verbindung zu trennen, mutet bei den aktuellen Plänen da schon als ein Gesetz aus grauer Vorzeit, in der die Demokratie noch erblühte, an. Britische EU-Abgeordnete, des Pudels Kern ist diesmal nicht George W. Bush, wollen in den Ländern ein nationales Ministerium für Onlinesicherheit schaffen, welches Richtlinien oder Maßnahmen sicherstellen soll, dass die Möglichkeit der Nutzer, auf legale Inhalte zuzugreifen oder diese verteilen zu können oder legale Anwendungen und Dienste ihrer Wahl verwenden zu können, nicht unangemessen beschränkt. Das kann so ziemlich alles bedeuten - Lobbyisten werden dann entscheiden, welche Software legal ist und welche nicht. Steve Balmer hat beim letzten Treffen in Brüssel einen guten Job gemacht? OpenOffice.org enthält illegalen Code, wird verboten. So wird die Zukunft aussehen.
Heise schreibt weiter: Harbours Erweiterungsvorschlag für Artikel 33 für dieselbe Richtlinie verlangt, dass “nationale Regulierungsbehörden und andere relevante Behörden so weit, wie es angemessen ist, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmungen unterstützen sollen, die elektronische Kommunikationsnetzwerke und -dienste unterhalten und den Branchen, die am Schutz und der Förderung gesetzmäßiger Inhalte in elektronischen Kommunikationsnetzwerken und -diensten interessiert” sind. Super - wenn die Unternehmen pfeifen, haben Staat und Bürger zu kuschen, ihnen ist alles auszuhändigen. Nicht der Bürger ist der Souverän, nicht die Regierungen werden in Zukunft entscheiden - die Menschen in der EU haben den Euro anzubeten und ihm seine Opfer darzubieten. Sollte dies wie geplant beschlossen und verabschiedet werden, werden aus Unternehmen Strafverfolgungsbehörden, Ankläger und Richter in Einem. Der Bürger wird von Unternehmen wie Logistep verfolgt. Die angeschlossenen Unternehmen haben per Fax Zugriff auf seine personenbezogene Daten, ohne Beweis seiner Schuld, ohne Richtervorbehalt - und zu guter Letzt wird dem User die Abmahnung und die Schadenersatzforderung präsentiert. Welcher normale Bürger hat schon die Reserven, sich mit der Contentindustrie anzulegen? Unsere Freiheit, unsere Demokratie wird in Brüssel mit einer unglaublichen Geschwindigkeit in ihre Einzelteile zerlegt. Während man auf Länder wie China zurecht mit dem Finger zeigt, sind die Auswüchse in Brüssel und deren Auswirkungen auf uns nicht minder schlimm. Es wird nicht mehr lange dauern, und der erste europäische Blogger wird hinter Gittern landen.
Ebenso sollen die Bürgerinnen und Bürger der EU zur Offenlegung der Verschlüsselungstechniken und -verfahren verpflichtet werden. Sprich: Gerade mein neues Spielzeug installiert, per TrueCrypt verschlüsselt - der Key ging per Express-Post nach Berlin (natürlich ausgedruckt, eMails sind technisch noch nicht möglich). Schöne, neue Welt. Da verwundert es auch nicht, dass bereits beschlossen wurde, dass Telekommunikationsverbindungsdaten von jeder natürlichen oder juristischen Person verarbeitet werden dürfen, um technische Maßnahmen implementieren zu können, welche die Sicherheit eines öffentlichen oder privaten elektronischen Kommunikationsdienstes garantieren können. Hackerparagraph, Vorratsdatenspeicherung lassen grüßen. Die EU zerstört das, was sie vorgibt zu schützen und neu aufzubauen: Ein gemeinsames, demokratisches Miteinander der Menschen in Europa. Während über Amerika den Kopf schüttelt, sollte man nie vergessen, dass unsere amerikanischen Freunde viele Sachen aus der EU oder sogar aus Deutschland importiert haben. Deutschland hatte in seiner Geschichte nie wirklich Zeit, Kraft und Willen, eine starke, freiheitliche Demokratie aufzubauen. Insbesondere der derzeitigen Politiker-Generation merkt man das fehlende Wissen an. Während man in Deutschland noch Spiegelfechtereien, nach dem Motto Brot und Spiele für das Volk, ausficht, hat man auf EU-Ebene alle Hemmungen verloren. Dort kontrolliert niemand, niemand fordert Rechenschaft, niemand fragt ernsthaft nach. Die EU ist ein unkontrolliertes, zügelloses Monster, welches Demokratien zerstört und die Axt bewusst an Presse- und Meinungsfreiheit anlegt. Man kann den Iren gar nicht genug danken. Ebenso muss man Peter Gauweiler und der Linkspartei alle Daumen drücken, die man hat. Sollte das Bundesverfassungsgericht diesen demokratischen Amoklauf unserer Politiker nicht stoppen, ist die noch so junge Demokratie in Deutschland erneut Geschichte. Zu was dies in unserer Vergangenheit geführt hat, muss ich niemandem sagen. Und warum dieser Artikel bald illegal sein könnte? Nun, er kritisiert hart unsere Herrscher - denn genau das wollen sie verhindern. Demokratiefeinde - Freiheitsfeinde - EU-Politiker.
Thursday, 26. June 2008
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Stellungnahme der Piratenpartei zu ELENA
[...]Nicht wir müssen zu Nummern werden, um einfachere Behördengänge zu haben und gleichzeitig besser als Masse verwaltbar zu werden, sondern die Behörden/ Ämter/ Stellen müssen sich ändern, damit wir ohne Chips leichter zu unserem Recht kommen, das uns als Souverän zusteht.[...]
Lesen und zustimmen
Wednesday, 25. June 2008
Medialer Nachholbedarf
In den 12 Tagen T-Offline ist mir extrem aufgefallen, wie unwichtig Datenschutzverbrechen-, Vergehen- und weitere Missstände, die jeden Bürger betreffen, oder ein imho undemokratischer Vertrag von Lissabon im Gegensatz zu einem Fussballspiel doch ist. Sollte man aber dann doch mal Rumzappen sieht man Bilder, die einen politischen Menschen vom Stuhl fallen lassen. Phoenix berichtete live von der Diskussion rund die Abwehr des internationalen Terrorismus. Zu dessen Abwehr wurden allumfassende Überwachungen beschlossen und wieviele Menschen sitzen im Bundestag? KEINE 50!
Ich muss Petra Pau somit vollkommen Recht geben, nur ungespeicherte Daten sind sichere Daten! Die Politik macht aber unbehelligt weiter mit Ihrem überwachungs- und Sammelwahn und 2007 sind es in Berlin dann schon 1 000 000 überwachte Telefonate, und das nur in Berlin! Und bei wievielen überwachung handelt es sich um Terrorismus - Abwehr? 0, es reiche schon ein geringer Verdachtsmoment um in die Justizmühlen zu geraten und in Zukunft wird es dann auch nichtmehr bei den maximal zehn Online - Durchsuchungen jährlich bleiben.
Während man mit den überwachungsgesetz aber auch "intern" nicht aus der Kritik kommt, führt man weitere Datenbanken ein. ELENA beschreibt die automatische übertragung und unverschlüsselte Speicherung der Einkommensdaten "aller" deutschen Verdiener in einer zentralen Datenbank mit Verzahnungen zu anderen "Projekten" wie dem Personalausweis. Der Staat und große deutsche Firmen beweisen dem Volk, dass man die Finger von persönlichen Daten lassen sollte, aber toppt die Symbolpolitik immer mehr. Meiner Meinung nach ist das einfach nur ein weitere Baustein im Lobby - Puzzle gegen Urheberrechtsverletzungen, denn einen Tag vorher bekam man sowas zu lesen: "Bundestag bekennt sich zu Verwertungsgesellschaften".
In jeder Demokratie sollte die Gewalt vom Volk ausgehen. Wir leben aber anscheinend in einer Gesellschaft in der alte Medien das Volk nicht ausreichend informieren und somit vollkommen entmachten. Das beste Beispeil dieser Desinformation ist das aktuelle Überwachungsgesetz in Schweden. Vor dem EM Spiel gegen Russland hieß es aus Regierungskreisen noch, dass dieses Gesetz fallen gelassen wird. Im medialen Schatten des Spiels aber, um 23.00 Uhr erreichte es z.B. deutsche Online-Journalisten, wurde das Gesetz doch auf den Weg geschickt. Dieses Gesetz erlaubt die "unkontrollierte" und verdachtslose überwachung Aller Kommunikation mit Schweden. (Schwechelon)
Thursday, 8. May 2008
Und das trotz der bösen bösen Raubkopierer
Obwohl GTA4 bereits vor der eigentlichen Veröffentlichung im Internet erhältlich war, bricht das Spiel Verkaufserfolge. Von offizieller Stelle hieß es dazu gestern:
"Take-Two Interactive Announces Rockstar Games' Grand Theft Auto IV Breaks Entertainment Launch Recordsoder anders:
Retail Sales of Grand Theft Auto IV Top $500 Million in First Week"
"Grand Theft Auto IVs Entwicklung in der ersten Woche markiert den größten Verkaufsstart in der Geschichte der interaktiven Unterhaltungsbranche. Und wir glauben, dass diese Umsatzerlöse auch alle bisherigen Film- oder Musikpremieren übertreffen."
Das ist schon komisch, dem gemeinen Michel wie mir wird andauernd erzählt, wie schlecht es der "Content-Industrie" wegen Raubkopierern doch geht und zwischendurch muss man dann immer mal wieder "aus Versehen" lesen, dass es doch nur eine zu große Gelddruckmaschine ist, der es eigentlich blendend geht. 500 Millionen Dollar ....
Monday, 5. May 2008
2 mal Geschäftsidee 2.0
Auch wenn der "Direkt-Download-Vertrieb" vom letzten Radiohead - Album anscheinend nicht so prall lief, gab es heute zwei weitere Versuche andere Vertriebswege einzuschalten.
- Die Band Nine Inch Nails hat Ihr aktuelles Studioalbum "The Slip" mit einem "kostenlosen" Lizenzmodell ins Internet gestellt.
- Cory Doctorow hat unter einer Ähnlichen Lizenz wie das Album oben, sein neues Hacker - Buch "Litte Brother" veröffentlicht.
Und auch hier trotzdem mein Aufruf, wenn man Dinge unterstützen möchte, spendet etwas oder bezahlt das Ding direkt. Geiz ist nämlich nicht geil!
Thursday, 1. May 2008
offener Brief die 20igste
Der offene und freche Brief der Musiklobby an Bundeskanzlerin Merkel läßt die Blogosphäre, mich eingeschlossen, nicht zur Ruhe kommen. Heute habe ich dazu im Lawblog von Udo Vetter ein passendes Antwortschreiben von Tim Pritlove gefunden:
"gestern war der Tag des des geistigen Eigentums, und sie haben einen Brief von einhundert selbstlosen Kulturschaffenden erhalten, die aufgrund der unmoralischen Nutzung des Internets in Sorge sind, dass der Nachwuchs demnächst für sein Geld dauerhaft hart zu arbeiten gezwungen sein könnte und niemand mehr mit einem einzigen Supererfolg für alle Zeiten ausgesorgt haben wird."
Auch Tim nimmt Stellung auf die an den Haaren herbei gezogene Studie, dass 2007 300 Millionen lieder "illegal" bezogen wurden, was dem 10 Fachen an legalen Verkäufen entsprechen würde.
Nun hab ich nochmal die Ursprungsmeldung zu dieser Studie rausgekramt, die eigentlich einen anderen Tonus vermittelte, nämlich das 2007 die Zahl der Downloads gesunken sei. Auch diese Aussage beruht im Endeffekt auf Hören-Sagen, aber offenbart etwas, was in der aktuellen Diskussion untergegangen ist:
"Erstmals nutzten laut Studie mehr Menschen kostenpflichtige Angebote für den Musik-Download als P2P-Tauschbörsen. Doch sei noch immer rund zehnmal mehr unrechtmäßig erworbene Musik im Umlauf als rechtmäßig erworbene."
Also verstehe ich das Richtig, wir hätten 2007 mehr gekauft als gedownloadet, aber es sind einfach durch die vergangene Zeit 312 Millionen MP3s o.Ä. im Umlauf?
Also mal abgesehen davon, dass es eigentlich schon ein Unding ist vorzugeben, man wüßte wieviele Illegale Downloads stattfanden, ist es noch dreister so zu tun, als wüßte man, wieviele Dinge sich noch auf Festplatten, sonstigen Medien und Leitungen verstecken würden. Dieser Satz ein etwas anderes Licht auf den offenen Brief der Musiklobby. Es wird immer verworrener und undurchsichtiger was wirklich stimmt, was nur Masche ist und was blanke Lügen sind!
PS: Tim waren es nicht 200 Künstler?
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