Die Content - Lobbies haben es mal wieder geschafft und Ihren Einfluss spielen lassen, und in Frankreich Netzsperren über Provider eingeführt um "illegale" Inhalte auszusperren, die in Deutschland dem Grundgesetz wiedersprächen und immense Kosten verursachen würden.
Web.de betitelt mit dieser Schlagzeile "Frankreich mistet das Internet aus" freiwillige Abkommen zwischen Regierung und Internetanbietern, nach denen
"fortan Internetseiten gesperrt werden sollen, die Kinderpornografie, Terrorismus oder Rassenhass enthalten".
Die Kommentare strotzen von Jubelrufen und Fragen, warum man sowas nicht vorher schon getan hat, und verstehen damit nicht, dass man mit
solchen Schritten nur das Fieber bekämpft aber nicht gegen die Krankheit vorgeht.
Denn nur weil ein Provider Informationen zensiert, heißt das nicht, dass diese nichtmehr verfügbar sind. Die Operation Himmel zeigt, dass hier z.B. große Summen Geld fließen und für Geld tun Menschen bekanntlich Alles, zumal es als erwiesen gilt, das verquere und verabscheuenswürdige Sexualtriebe mancher Personen nichts mit Vernunft zu tun haben. Eine "Sperre" hilft hier also nicht wirklich.
Spinnt man den Gedanken nämlich mal weiter, bemerkt der Anbieter z.B. einen Umsatzrückgang, ist der Server schneller gewechselt als irgendeine Regierung "Operatin Yeti" sagen könnte und der Nachmieter des Servers und/oder der IP - Adresse wundert sich, wieso der Ruf bereits im Voraus im Arsch versaut ist.
Ich bin der Auffassung dass hier etwas ganz Anderes helfen würde, nämlich Freiheit, Information und soziale Gerechtigkeit, um solche Missstände bereits an der Wurzel zu bekämpfen, denn es gehört leider zu einer freien Gesellschaft dazu, gewisse Risiken in Kauf zu nehmen.
Aber wenn es z.B. um Urheberrechte geht, kann man Kräfte bis in die höchsten Kreise mobilisieren und sogar den Frieden zwischen Staaten stören. Man verklagte den Urheber von AllofMp3 auf 1,65 Billionen Dollar, und zwang Russland zu einer Stellungnahme.
PS: Eine Kehrseite der Medaille bleibt von den Medien meistens unerfasst, die Operation Himmel, eine Steilvorlage für Medien, war nämlich Alles Andere als erfolgreich genauso wenig wie der Streit um AllofMp3. Der Anbieter wurde nämlich "freigesprochen".