Mein Schreiben bzgl. der Rundfunkgebührenerhöhung wurde heute vom WDR-Verwaltungsdirektor und Vorsitzenden des GEZ-Verwaltungsrates Hans W. Färber persönlich beantwortet. Da ich Herrn Färber nicht darüber informiert habe, dass seine Antwort im Internet wörtlich veröffentlicht werden könnte, möchte ich die relevanten Punkte seines Schreibens beleuchten und mit eigenen Worten wiedergeben.
Die Kernaussage meines Briefes war effektiv das Thema, dass es für einen einfachen Bürger kaum ersichtlich sein kann, wie man mit einem Volumen von mehr als 8 Milliarden Euro und stetig steigenden "Mitgliederzahlen" Werbung einblenden und die Rundfunkgebühr regelmäßig anheben muss. Herr Färber erklärte mir, dass der Finanzbedarf der Rundfunkanstalten von der gemäß Herrn Färbers unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) untersucht wird. Je nach Untersuchungsergbnis dieser Kommission von "Wirtschaftsprüfern, Unternehmensberatern, Hochschullehrern und Vertretern der Rechnungshöfe" wird die Rundfunkgebühr angepasst. Wie die Kommission zu Ihrem Ergebnis kommt, können "Warum?"-Interessierte wie ich in den veröffentlichten KEF-Berichten nachlesen.
Im Gegensatz zu einer veranschlagten Inflation von 2,8% oder z.B. steigenden Durchschnittspreisen für Tageszeitungen im Einzelverkauf von 5,4 % sei die GEZ - Erhöhung von 0,95€Cent, entsprechend 1,4 %, noch gering. Aber selbst wenn beispielsweise die ARD höhere "Kosten", verursacht durch eine höhere Inflation, tragen müsste, so sollten imho doch 8 Milliarden Euro irgendwie reichen. Wer mal Berichte darüber gesehen hat, was für Gelder an Moderatoren der "TOP-GEZ-Sender" fließen oder mit welcher technischen Armada große öffentlich-rechtliche Redaktionen ausgerüstet sind, weiß wovon ich spreche.
Zwei weitere Themen sprach Herr Färber an.
Auch wenn die Zahl der angemeldeten Fernsehgeräte (33.713.664) korrekt sei, so sei hier nicht die Zahl der darin enthaltenen gebührenbefreiten Geräte genannt. Derzeit seien 3.311.908 Fernsehgeräte von der Gebühr befreit. Herr Färber stimmt mir zwar zu, dass ein stetiger Anstieg von "Geräteanmeldungen" festgestellt werden kann, doch die Zahl der gebührenbefreiten Fernsehgeräte steige im selben Zeitraum von 2003 bis 2007 deutlich schneller, um genau zu sein um Faktor 10.
Laut der KEF hätte ein Wegfall von Werbung und Sponsoring allein bei ARD und ZDF in der Gebührenperiode 2005-2008 mit einer Erhöhung von 1,42€ pro Monat aufgefangen werden sollen, die KEF prüfe die Rundfunkgebühr jedoch unter "unter Berücksichtung aller Aspekte der
Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit".
Nun gut, ich kann effektiv verstehen, dass man in einem "Wirtschaftsimperium" anders kalkulieren muss, aber 8 Milliarden Euro? Vorallem wie soll man noch dagegen argumentieren wenn eine Gebührenerhöhung von einer angeblich unabhängigen Kommision vorgeschlagen wird. Als Einzelperson eher ein Kampf gegen Windmühlen und wahrscheinlich auch nicht das Wichtigste, oder habt Ihr Vorschläge?
Alexander Trust schreibt auf sajonara.de über die GEZ, die Gebührengier der Öffentlich-Rechtlichen. Er kritisiert im Grunde den Gebührenberg von 8 Mrd. € - und die Tatsache, dass das noch nicht reicht: Dabei nimmt er auch Kritik an der Art, wi...
Aufgenommen: Jan 28, 16:50